Unternehmenskauf ohne Berufserfahrung: Wie Quereinsteiger erfolgreich ein Unternehmen übernehmen
Der klassische Weg zum eigenen Unternehmen beginnt oft mit jahrelanger Branchenerfahrung. Doch immer mehr erfolgreiche Unternehmergeschichten zeigen: Auch Quereinsteiger können durch eine Unternehmensübernahme erfolgreich durchstarten. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie ohne spezifische Branchenkenntnisse ein Unternehmen kaufen und erfolgreich führen können – und wie Sie Ihre fehlende Facherfahrung durch andere Stärken kompensieren.
Warum der Quereinstieg durch Unternehmenskauf attraktiv ist
Der direkte Einstieg in die Selbständigkeit durch einen Unternehmenskauf bietet auch ohne Branchenerfahrung entscheidende Vorteile:
- Bestehende Infrastruktur: Sie übernehmen ein funktionierendes System mit etablierten Prozessen
- Sofortige Einnahmen: Anders als bei einer Neugründung generiert das Unternehmen vom ersten Tag an Umsätze
- Vorhandenes Team: Fachkundige Mitarbeiter können fehlendes Branchenwissen ausgleichen
- Kundenstamm: Ein bestehender Kundenkreis sorgt für Planungssicherheit
- Bewährtes Geschäftsmodell: Das Konzept hat sich bereits am Markt bewiesen
Statistik: Laut einer KfW-Studie sind über 25% aller erfolgreichen Unternehmensübernahmen Quereinsteiger ohne vorherige Branchenerfahrung. Ihre Erfolgsquote liegt nur unwesentlich unter der von Branchenexperten.
Welche Unternehmenstypen eignen sich für Quereinsteiger?
Nicht jedes Unternehmen ist für einen Quereinsteiger geeignet. Diese Arten von Unternehmen bieten besonders gute Chancen:
1. Branchen mit geringen Einstiegshürden
Einige Branchen erfordern weniger spezifisches Fachwissen und eignen sich daher besonders für Quereinsteiger:
- Handel und E-Commerce: Online-Shops und Einzelhandelsgeschäfte lassen sich mit gutem Geschäftssinn und Managementfähigkeiten erfolgreich führen
- Gastronomie: Restaurants oder Imbisse mit bewährtem Konzept und eingespieltem Küchenteam
- Dienstleistungsunternehmen: Hausmeisterdienste, Gebäudereinigungen oder Kurierdienste
- Franchise-Systeme: Die zentrale Unterstützung durch den Franchisegeber erleichtert den Einstieg
Praxistipp: Unternehmen mit standardisierten Prozessen und einem starken Back-Office-Team bieten Quereinsteigern einen leichteren Start.
2. Unternehmen mit stabiler Mitarbeiterstruktur
Besonders geeignet sind Betriebe mit:
- Erfahrener zweiter Managementebene, die operatives Know-how mitbringt
- Langjährigen Schlüsselmitarbeitern mit fundiertem Fachwissen
- Niedriger Fluktuation, was für ein gutes Betriebsklima spricht
- Geringer Abhängigkeit von einzelnen Spezialisten
3. Unternehmen, die Ihre transferierbaren Fähigkeiten nutzen
Suchen Sie Unternehmen, bei denen Ihre vorhandenen Fähigkeiten wertvoll sind:
- Management-Hintergrund: Gut organisierte Produktionsbetriebe mit Optimierungspotenzial
- Vertriebs-Erfahrung: Unternehmen mit ausbaufähigem Kundenstamm
- IT-Kenntnisse: Traditionelle Betriebe mit Digitalisierungsbedarf
- Finanz-Background: Unternehmen mit komplexer Finanzstruktur
Beispiel: Ein ehemaliger Bankkaufmann übernahm erfolgreich eine Metallbaufirma, indem er seine Finanzkompetenz zur Optimierung der Unternehmensprozesse einsetzte und das fachliche Know-how der Mitarbeiter nutzte.
Die 7 Erfolgsfaktoren für Quereinsteiger beim Unternehmenskauf
1. Gründliche Unternehmensauswahl und -prüfung
Als Quereinsteiger ist die richtige Auswahl entscheidend:
- Transparente Dokumentation: Achten Sie auf gut dokumentierte Geschäftsprozesse
- Langfristige Kundenbeziehungen: Diese überdauern in der Regel den Inhaberwechsel
- Stabile Marktposition: Vermeiden Sie Unternehmen in volatilen Nischenmärkten
- Gesunde Finanzstruktur: Gerade als Quereinsteiger brauchen Sie finanzielle Puffer
Wichtig: Investieren Sie in eine besonders gründliche Due Diligence, da Sie Risiken aufgrund fehlender Branchenkenntnisse schwerer einschätzen können.
2. Geplante Übergabephase mit dem Vorgänger
Eine strukturierte Wissensübergabe ist für Quereinsteiger besonders wichtig:
- Verlängerte Übergabezeit: Vereinbaren Sie mindestens 6-12 Monate gemeinsame Übergangszeit
- Dokumentierter Wissenstransfer: Lassen Sie sich Prozesse, Kundenbeziehungen und Branchenwissen systematisch erklären
- "Shadowing": Begleiten Sie den Vorgänger bei allen wichtigen Terminen und Tätigkeiten
- Beratervertrag: Binden Sie den Verkäufer als Berater über die eigentliche Übergabe hinaus ein
Vertraglicher Tipp: Regeln Sie die Übergabephase detailliert im Kaufvertrag und koppeln Sie einen Teil des Kaufpreises an die erfolgreiche Wissensvermittlung.
3. Strategisches Team-Management
Als Quereinsteiger ist Ihre Führungskompetenz besonders gefordert:
- Schlüsselmitarbeiter identifizieren und binden: Sichern Sie sich deren Wissen und Unterstützung
- Offene Kommunikation: Informieren Sie das Team transparent über Ihre Pläne
- Respekt vor vorhandenem Know-how: Würdigen Sie die Fachexpertise der Mitarbeiter
- Weiterbildungsangebote: Investieren Sie in die Entwicklung und Bindung des Teams
- Mitarbeiterbindung nach Übernahme: Achten Sie besonders auf diesen kritischen Aspekt
Praxistipp: Planen Sie nach der Übernahme regelmäßige Einzelgespräche mit allen Schlüsselmitarbeitern, um deren Wissen strukturiert aufzunehmen und Bedenken frühzeitig zu adressieren.
4. Schneller Aufbau von Branchenwissen
Als Quereinsteiger müssen Sie Ihr Branchenwissen systematisch aufbauen:
- Branchenverbände: Treten Sie relevanten Verbänden bei und nutzen Sie deren Weiterbildungsangebote
- Fachliteratur und Branchenmedien: Arbeiten Sie die wichtigsten Publikationen durch
- Branchenveranstaltungen: Besuchen Sie Messen, Kongresse und Netzwerkevents
- Mitbewerber-Analyse: Lernen Sie von erfolgreichen Unternehmen der Branche
- Kundengespräche: Nutzen Sie Feedback und Erwartungen der Kunden als Lernquelle
Lernplan: Erstellen Sie einen strukturierten 100-Tage-Plan zum Aufbau Ihres Branchenwissens mit konkreten Lernzielen und Meilensteinen.
5. Externe Fachberater strategisch einbinden
Kompensieren Sie fehlendes Fachwissen durch gezielte externe Unterstützung:
- Fachberater: Engagieren Sie Branchenexperten für regelmäßiges Coaching
- Unternehmensbeirat: Gründen Sie ein Beratungsgremium mit Branchenkennern
- Netzwerkaufbau: Knüpfen Sie systematisch Kontakte zu Branchenexperten
- Mentoring-Programme: Suchen Sie sich einen erfahrenen Mentor aus der Branche
- Spezialisierte M&A-Berater: Unterstützen schon bei der Kaufentscheidung
Kostentipp: Viele Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern bieten kostenlose oder günstige Beratung für Unternehmensnachfolger an.
6. Transferierbare Fähigkeiten nutzen
Identifizieren Sie Ihre Stärken und nutzen Sie diese gezielt:
- Management-Kompetenz: Sorgen Sie für effizientere Prozesse und klare Strukturen
- Frischer Blick: Hinterfragen Sie bestehende Abläufe konstruktiv
- Branchenübergreifende Best Practices: Übertragen Sie bewährte Konzepte aus anderen Bereichen
- Kundenorientierung: Betrachten Sie das Geschäft aus einer neuen Kundenperspektive
- Digitalisierungskompetenz: Nutzen Sie digitale Möglichkeiten zur Modernisierung
Stärkenanalyse: Erstellen Sie vor der Übernahme eine detaillierte Analyse Ihrer Stärken und definieren Sie, wie diese im neuen Unternehmen konkret zum Einsatz kommen können.
7. Finanzierungsplanung mit zusätzlichen Puffern
Als Quereinsteiger benötigen Sie eine besonders solide Finanzierung:
- Höhere Liquiditätsreserve: Planen Sie 20-30% mehr Liquidität als üblich ein
- Vorsichtige Umsatzprognosen: Kalkulieren Sie die Anlaufphase länger und vorsichtiger
- Kauffinanzierung strukturieren: Nutzen Sie flexible Finanzierungsmodelle
- Fördermittel für Nachfolge: Prüfen Sie spezielle Förderprogramme
- Earn-Out-Modelle: Koppeln Sie Teile des Kaufpreises an zukünftige Erfolge
Finanzierungstipp: Der KfW-Unternehmerkredit und ERP-Fördermittel stehen auch Quereinsteigern zur Verfügung.
Die 6 häufigsten Stolpersteine für Quereinsteiger – und wie Sie diese umgehen
1. Unterschätzte branchenspezifische Herausforderungen
Problem: Fehlende Kenntnis von Branchenbesonderheiten kann zu kostspieligen Fehlentscheidungen führen.
Lösung:
- Branchenspezifische Risikoanalyse vor dem Kauf durchführen
- Hilfe von Branchenexperten bei der Due Diligence
- Typische Fallstricke beim Unternehmensverkauf kennen und vermeiden
2. Akzeptanzprobleme bei Mitarbeitern und Kunden
Problem: Als Branchenfremder müssen Sie sich Respekt und Vertrauen erst erarbeiten.
Lösung:
- Transparente Kommunikation über Ihre Ziele und Vision
- Kontinuität betonen: Bewährtes zunächst beibehalten
- Empfehlung durch den Vorgänger: Lassen Sie sich aktiv einführen
- Kulturelle Integration sorgfältig planen
3. Fehleinschätzung des Unternehmenswertes
Problem: Ohne Branchenkenntnis fällt die Bewertung besonders schwer.
Lösung:
- Multiple Bewertungsmethoden anwenden
- Unabhängige Gutachter einschalten
- Bewertungsmethoden aus Käufersicht verstehen
- Branchenübliche Kennzahlen recherchieren
4. Überoptimistische Annahmen zur Einarbeitungszeit
Problem: Die Einarbeitung dauert meist länger als geplant.
Lösung:
- Realistische Zeitplanung: Mindestens 12 Monate für die vollständige Einarbeitung
- Strukturierter Einarbeitungsplan mit klaren Meilensteinen
- Phasenweise Übernahme von Verantwortungsbereichen
- Die ersten 100 Tage gezielt planen
5. Vernachlässigung des operativen Geschäfts
Problem: Intensive Einarbeitung kann zur Vernachlässigung des Tagesgeschäfts führen.
Lösung:
- Priorisierung operativer Prozesse
- Aufgabendelegation: Vertrauen Sie in wichtigen Bereichen Ihren Fachkräften
- "Quick Wins": Setzen Sie einfach umsetzbare Verbesserungen um
- Mitarbeiterführung nach Übernahme strukturieren
6. Isolierung in der Branche
Problem: Als Quereinsteiger fehlen oft wichtige Branchennetzwerke und -kontakte.
Lösung:
- Aktive Netzwerkarbeit in Verbänden und auf Messen
- Bestehende Lieferantenbeziehungen pflegen und ausbauen
- Empfehlungen des Vorgängers für Kontakte nutzen
- Lokale Unternehmernetzwerke beitreten
Branchenspezifische Chancen für Quereinsteiger
Digitale Transformation traditioneller Branchen
Besonders in traditionellen Branchen können Quereinsteiger mit Digitalkompetenz punkten:
- Handwerksbetriebe: Spezialisierte Handwerksbetriebe profitieren von digitalen Prozessen
- Einzelhandel: Kleinunternehmen mit Onlinepotential
- B2B-Dienstleistungen: Dienstleistungsunternehmen mit Digitalisierungsbedarf
Erfolgsbericht: Ein ehemaliger IT-Manager übernahm einen traditionellen Baumarkt und steigerte den Umsatz um 35% durch die Einführung eines Online-Shops und digitale Bestellprozesse.
Etablierte Geschäftsmodelle mit Management-Optimierungspotenzial
Unternehmen mit solider Grundlage, aber Verbesserungspotenzial in Führung und Organisation:
- Produktionsbetriebe: Metallverarbeitung oder Kunststoffproduktion
- Logistik: Spedition oder Transportunternehmen
- Dienstleistung: Gebäudereinigung oder Hausmeisterservice
Franchise-Systeme als Einstiegsoption
Franchise-Konzepte bieten Quereinsteigern besondere Unterstützung:
- Standardisierte Prozesse: Leichterer Einstieg durch bewährte Abläufe
- Schulungsprogramme: Intensive Einarbeitung durch den Franchisegeber
- Support-Netzwerk: Kontinuierliche Unterstützung und Beratung
- Erfahrungsaustausch: Lernen von anderen Franchisenehmern
Geographische Besonderheiten für Quereinsteiger
Die Chancen für Quereinsteiger variieren je nach Region:
- Großstädte (Berlin, Hamburg): Höhere Kaufpreise, aber mehr Unternehmen mit professionellen Strukturen
- Wirtschaftsstarke Regionen (Baden-Württemberg, Bayern): Viele erfolgreiche Mittelständler, aber starker Wettbewerb
- Ländliche Regionen (Thüringen, Sachsen-Anhalt): Günstigere Kaufpreise und oft weniger Nachfolge-Interessenten
Regionaltipp: In strukturschwächeren Regionen gibt es oft zusätzliche regionale Fördermittel für Unternehmensübernahmen.
Erfolgsbeispiele: Wenn Quereinsteiger durchstarten
Fallbeispiel 1: Vom Bankkaufmann zum Handwerksunternehmer
Ausgangslage:
- Ehemaliger Bankkaufmann kauft Dachdeckerbetrieb mit 12 Mitarbeitern
- Keine Handwerkserfahrung, aber Finanz- und Managementkompetenz
Erfolgsfaktoren:
- 9-monatige Übergabephase mit dem Verkäufer
- Einstellung eines technischen Betriebsleiters mit Meistertitel
- Fokus auf Prozessoptimierung und digitale Auftragsabwicklung
- Ausbau des Vertriebs durch CRM-System
Ergebnis nach 3 Jahren:
- 40% Umsatzsteigerung
- Rentabilitätsverbesserung um 8 Prozentpunkte
- Expansion in neue Geschäftsfelder (Photovoltaik)
Fallbeispiel 2: Von der Marketing-Managerin zur Gastro-Unternehmerin
Ausgangslage:
- Marketing-Managerin übernimmt Restaurant mit gutem Standort aber veralteter Positionierung
- Keine Gastronomie-Erfahrung, aber Stärken in Marketing und Kundenverständnis
Erfolgsfaktoren:
- Beibehaltung des bewährten Küchenteams
- Modernisierung des Markenauftritts und gezieltes Online-Marketing
- Aufbau eines Liefer- und Cateringbereichs
- Kooperation mit lokalen Lieferanten für Storytelling
Ergebnis nach 2 Jahren:
- Umsatzsteigerung um 25%
- Erfolgreicher Aufbau eines zweiten Standorts
- Deutlich jüngere Zielgruppe erschlossen
Der optimale Übernahmeprozess für Quereinsteiger
Phase 1: Vorbereitung und Selbstanalyse (3-6 Monate)
- Persönliches Kompetenzprofil erstellen: Stärken, Schwächen, transferierbare Skills
- Branchen-Screening: Identifikation passender Branchen für Ihre Fähigkeiten
- Finanzielle Planung: Ermittlung Ihres finanziellen Spielraums
- Weiterbildung: Aneignung von Grundkenntnissen in Unternehmensführung
Selbsttest: Fragen Sie sich ehrlich: "Habe ich das Zeug dazu, ein Unternehmen zu kaufen?" und "Was macht einen erfolgreichen Unternehmer aus?"
Phase 2: Unternehmenssuche und -bewertung (3-12 Monate)
- Suchkriterien definieren: Branche, Größe, Region, Preisrahmen
- Suchkanäle nutzen: Unternehmensbörsen, M&A-Berater, Netzwerke, IHK/HWK
- Vorprüfung: Checkliste für erste Bewertung erstellen
- Experten-Netzwerk: Spezialisten für Due Diligence zusammenstellen
- Unternehmenskauf-Checkliste anwenden
Phase 3: Verhandlung und Vorbereitung (2-4 Monate)
- Übergabeplan: Detaillierte Vereinbarung zur Wissensübertragung
- Kommunikationsstrategie: Plan für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten
- Finanzierungsmix: Optimale Finanzierung strukturieren
- 100-Tage-Plan: Erste Schritte nach Übernahme festlegen
- Experten einbinden: Steuerberater, Rechtsanwälte, Branchenfachleute
Phase 4: Übernahme und Einarbeitung (6-12 Monate)
- Intensive Lernphase: Systematische Erfassung aller Unternehmensbereiche
- Stakeholder-Management: Persönliche Vorstellung bei allen wichtigen Partnern
- Prozessverständnis: Dokumentation aller Kernprozesse
- Vorgänger-Tandem: Gemeinsame Führung mit schrittweiser Verantwortungsübergabe
- Schnelle erste Erfolge: Sichtbare positive Veränderungen umsetzen
Phase 5: Weiterentwicklung (ab 12 Monate)
- Strategische Neuausrichtung: Eigene Akzente im Unternehmen setzen
- Kontinuierliches Lernen: Branchenwissen systematisch vertiefen
- Netzwerkausbau: Position in der Branche festigen
- Innovationsimpulse: Neue Ideen aus vorherigen Tätigkeitsfeldern umsetzen
- Nachfolge als Innovationstreiber nutzen
Fazit: Quereinsteiger bringen frischen Wind
Der Unternehmenskauf ohne spezifische Branchenerfahrung ist herausfordernd, aber durchaus erfolgversprechend. Entscheidend für den Erfolg sind:
- Gründliche Vorbereitung und selbstkritische Analyse Ihrer Stärken und Schwächen
- Strategische Auswahl eines geeigneten Unternehmens mit stabilen Strukturen
- Intensive Einarbeitung und Wissenstransfer vom Vorgänger
- Nutzung externer Expertise zur Kompensation fehlender Fachkenntnisse
- Gezieltes Einbringen Ihrer transferierbaren Fähigkeiten
- Respektvoller Umgang mit dem vorhandenen Team und dessen Know-how
Als Quereinsteiger bringen Sie frische Perspektiven und innovative Ansätze mit, die für viele Unternehmen wertvoller sein können als reine Branchenerfahrung. Oft ist die Kombination aus unvoreingenommenem Blick, Managementkompetenz und der Fachexpertise des bestehenden Teams der Schlüssel für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung nach der Übernahme.
Abschließender Tipp: Vertrauen Sie Ihren Managementfähigkeiten, respektieren Sie aber gleichzeitig das Fachwissen Ihrer Mitarbeiter. Mit der richtigen Balance zwischen Innovation und Kontinuität können Sie als Quereinsteiger besonders erfolgreich sein – oft sogar erfolgreicher als ein "Branchenveteran" mit Betriebsblindheit.
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Christopher Heckel
Co-Founder & CTO
Christopher hat als CTO des Mittelstandsfinanziers Creditshelf die digitale Transformation von Finanzlösungen für den Mittelstand geleitet. Viaductus wurde mit dem Ziel gegründet, mit Technologie für Unternehmensübernahmen und -verkäufe Menschen zu unterstützen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen.
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