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Marktausblick und Chancen in der Kosmetikbranche

Die Kosmetikbranche durchläuft aktuell einen tiefgreifenden Wandel, der zahlreiche Chancen für Unternehmer und Investoren eröffnet. Mit einem Gesamtumsatz von über 14 Milliarden Euro allein in Deutschland bildet dieser Sektor einen stabilen und gleichzeitig innovativen Wirtschaftszweig mit erheblichem Zukunftspotenzial. Die M&A-Aktivitäten (Mergers & Acquisitions) im Bereich der Körperpflege und Kosmetik nehmen stetig zu, wobei strategische Investoren besonders an Marken interessiert sind, die sich in ihre Multimarken-Plattformen integrieren lassen.

Zentrale Trends wie Nachhaltigkeit, Clean Beauty, Digitalisierung und personalisierte Kosmetik verändern die Branche fundamental. Die Generation Z setzt dabei neue Maßstäbe im Konsumverhalten und fordert von Kosmetikmarken Authentizität, Transparenz und sinnvolle Kundenbeziehungen. Diese Entwicklungen schaffen ideale Voraussetzungen für innovative Geschäftsmodelle und Nischenanbieter mit klarem Profil. Gleichzeitig suchen viele etablierte Unternehmen nach Nachfolgelösungen, da Eigentümer der Babyboomer-Generation in den Ruhestand gehen und oft keine familieninterne Übernahme möglich ist.

Der demografische Wandel führt dazu, dass in den kommenden fünf Jahren etwa 20% aller Kosmetikunternehmen in Deutschland eine Nachfolgelösung benötigen. Diese Situation bietet für Käufer ausgezeichnete Einstiegsmöglichkeiten in einen attraktiven Markt mit stabilen Renditen. Besonders gefragt sind dabei Unternehmen, die bereits auf Zukunftstrends ausgerichtet sind oder entsprechendes Potenzial aufweisen. Die Integration solcher Unternehmen in größere Plattformen ermöglicht die Realisierung nachhaltiger Kundenerlebnisse und signifikanter Synergieeffekte, etwa durch reduzierte Werbekosten oder optimierte Lieferketten.

Neben reinen Kosmetikunternehmen bieten auch Kosmetikstudios und Nagelstudios interessante Übernahmeziele. Diese dienstleistungsorientierten Betriebe profitieren vom wachsenden Wellness- und Beautybewusstsein und erzielen oft stabile Erträge bei überschaubarem Kapitaleinsatz. Ein weiterer attraktiver Teilmarkt sind Sonnenstudios, die sich durch regelmäßige Einnahmen und leicht skalierbare Geschäftsmodelle auszeichnen.

Vielfalt der Kosmetikunternehmen – Welcher Betrieb passt zu Ihnen?

Die Kosmetikbranche umfasst eine beeindruckende Vielfalt an Unternehmenstypen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen, Risikostrukturen und Erfolgsfaktoren. Als potenzieller Käufer sollten Sie die Besonderheiten der verschiedenen Betriebsarten kennen, um die passende Investition zu identifizieren.

Kosmetikhersteller und Produktionsunternehmen

Herstellungsbetriebe in der Kosmetikbranche zeichnen sich durch ihre Produktionskompetenz und oft durch eigene Marken oder Private-Label-Angebote aus. Diese Unternehmen erfordern spezifisches Fachwissen in Formulierung, Produktion und Qualitätssicherung. Der Kapitalbedarf für die Übernahme solcher Betriebe ist vergleichsweise hoch, da Produktionsanlagen, Labore und Rohstoffvorräte finanziert werden müssen.

Die Attraktivität dieser Unternehmen liegt in ihrer Wertschöpfungstiefe und den Möglichkeiten zur Produktinnovation. Besonders wertvoll sind Betriebe mit eigenen, geschützten Formulierungen, Patenten oder etablierten Marken. Der regulatorische Aufwand ist in diesem Segment beträchtlich, da kosmetische Produkte strengen Vorschriften wie der EU-Kosmetikverordnung unterliegen. Eine gründliche Due Diligence bezüglich regulatorischer Compliance ist daher unverzichtbar.

Kosmetikmarken und Vertriebsunternehmen

Vertriebsorientierte Unternehmen konzentrieren sich auf Markenaufbau, Marketing und Distribution, während die Produktion oft ausgelagert wird. Diese Asset-light-Geschäftsmodelle erfordern weniger Kapital, leben aber von starken Marken und effizienten Vertriebskanälen. Der Erfolg basiert maßgeblich auf Markenbekanntheit, Kundenloyalität und der Fähigkeit, Trends frühzeitig zu erkennen und umzusetzen.

Für Käufer ohne spezifische Produktionskenntnisse, aber mit Stärken in Marketing und Vertrieb, können diese Unternehmen einen idealen Einstieg in die Kosmetikbranche darstellen. Besonders wertvoll sind etablierte Kundenbeziehungen zu Einzelhändlern, Drogerien oder Online-Plattformen. Die Bewertung solcher Unternehmen basiert primär auf Markenstärke, Kundenstamm und Wachstumspotenzial, weniger auf Sachvermögen.

Kosmetikstudios und Beauty-Dienstleister

Dienstleistungsbetriebe wie Kosmetikstudios, Nagelstudios oder Wellnesseinrichtungen bieten persönliche Behandlungen und Beratung. Diese Unternehmen erfordern vergleichsweise geringes Kapital für die Übernahme, sind aber stark von der Qualität des Personals und dem Standort abhängig. Der Erfolg basiert auf Kundenbindung, Servicequalität und effizientem Terminmanagement.

Die Übernahme solcher Betriebe eignet sich besonders für Personen mit Hintergrund in Kosmetik, Wellness oder Hautpflege, die unternehmerisch tätig werden möchten. Der Wert dieser Unternehmen wird maßgeblich durch Faktoren wie Standortqualität, Stammkundschaft und Reputation bestimmt. Moderne Betriebe mit digitalen Buchungssystemen, attraktiven Behandlungskonzepten und Cross-Selling-Ansätzen (Verkauf von Produkten ergänzend zur Behandlung) sind besonders begehrt.

Online-Kosmetikhändler und Digital Beauty Brands

Mit dem boomenden E-Commerce haben sich spezialisierte Online-Händler und digitale Beauty-Marken etabliert. Diese Unternehmen zeichnen sich durch datengetriebenes Marketing, direkte Kundenbeziehungen und oft durch spezifische Nischenpositionierungen aus. Der Erfolg basiert auf digitaler Kompetenz, effizienter Logistik und der Fähigkeit, Communities aufzubauen.

Für Käufer mit digitaler Affinität und E-Commerce-Erfahrung bieten diese Unternehmen interessante Übernahmeziele mit hohem Skalierungspotenzial. Die Bewertung erfolgt häufig auf Basis von Kennzahlen wie Kundenakquisitionskosten, Kundenwert, Wiederkaufsraten und Social-Media-Reichweite. Besonders attraktiv sind Unternehmen mit proprietären Technologien, etwa für Hautanalyse oder personalisierte Produktempfehlungen.

Erfolgsfaktoren und Werttreiber bei der Unternehmensbewertung

Die Unternehmensbewertung in der Kosmetikbranche folgt speziellen Logiken, die sich von anderen Branchen unterscheiden. Als Käufer sollten Sie diese branchenspezifischen Werttreiber kennen und bei der Bewertung potenzieller Übernahmekandidaten berücksichtigen:

Markenportfolio und Intellectual Property

Die immateriellen Werte bilden oft den größten Vermögenswert eines Kosmetikunternehmens:

Die Markenstärke, gemessen an Bekanntheit, Kundenloyalität und Premiumcharakter, beeinflusst maßgeblich die Bewertung. Etablierte Marken mit einer treuen Kundenbasis rechtfertigen höhere Multiplikatoren. Patente, Formulierungen und Rezepturen stellen wertvolles geistiges Eigentum dar. Besonders werthaltig sind patentierte Wirkstoffe oder proprietäre Herstellungsverfahren, die einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil bieten.

Die Positionierung im Markt – von Massenmarkt bis Prestige/Luxus – beeinflusst die erzielbaren Margen und damit die Bewertung. Luxusmarken werden typischerweise mit höheren Multiplikatoren bewertet als Massenmarktprodukte. Ein besonderer Werttreiber sind etablierte Nischen oder Spezialbereich, etwa in der Naturkosmetik, veganen Kosmetik oder dermatologischen Pflege. Solche Spezialisierungen ermöglichen oft höhere Margen und stabilere Kundenbindung.

Vertriebskanäle und Kundenstruktur

Die Qualität und Diversifikation der Vertriebswege sind zentrale Werttreiber:

Die Vertriebsstruktur – online vs. offline, Direktvertrieb vs. Handel – beeinflusst Margen, Wachstumspotenzial und Risikoprofil. Ein ausgewogener Multi-Channel-Ansatz reduziert Abhängigkeiten und erhöht den Unternehmenswert. Die Kundenkonzentration sollte kritisch betrachtet werden – idealerweise sollte kein einzelner Kunde oder Absatzkanal mehr als 20-25% des Umsatzes ausmachen, um Abhängigkeiten zu vermeiden.

Die internationale Präsenz und Exportquote können den Wert erheblich steigern. Unternehmen mit erfolgreicher internationaler Expansion demonstrieren Skalierbarkeit und erschließen Wachstumsmärkte. Ein besonderer Werttreiber ist der Zugang zu attraktiven Vertriebskanälen wie Parfümerien, Premium-Warenhäusern oder erfolgreichen E-Commerce-Plattformen. Exklusive Vertriebsvereinbarungen stellen wertvolle Vermögenswerte dar.

Produktentwicklung und Innovation

Die Innovationsfähigkeit und die Produktpipeline beeinflussen maßgeblich die Zukunftsperspektiven:

Die Innovationsrate, gemessen an Neuprodukteinführungen und deren Erfolgsquote, gibt Aufschluss über die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Erfolgreiche Innovatoren können höhere Bewertungen rechtfertigen. Das Verhältnis von etablierten Produkten ("Cash Cows") zu neuen Produkten sollte ausgewogen sein, um sowohl stabile Erträge als auch Wachstumspotenzial zu gewährleisten.

Besonders wertvoll sind einzigartige Technologien oder Ansätze, die schwer zu kopieren sind, etwa spezielle Wirkstoffkombinationen, patentierte Delivery-Systeme oder einzigartige natürliche Inhaltsstoffe. Die Anpassungsfähigkeit an Markttrends wie Clean Beauty, Nachhaltigkeit oder personalisierte Kosmetik demonstriert Zukunftsfähigkeit und rechtfertigt höhere Bewertungen.

Operationelle Exzellenz und Skalierbarkeit

Die operativen Prozesse und Strukturen beeinflussen maßgeblich die zukünftige Rentabilität:

Die Bruttomargen im Vergleich zum Branchendurchschnitt geben Aufschluss über die Wertschöpfung und Preissetzungsmacht. Premium- und Luxusmarken erzielen typischerweise Bruttomargen von 70-85%, während Massenmarktprodukte oft bei 50-65% liegen. Die Effizienz der Lieferkette, gemessen an Bestandsumschlag, Lieferantenkonditionen und Produktionsflexibilität, beeinflusst Working Capital und operative Marge.

Ein wichtiger Werttreiber ist die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells – können Umsätze gesteigert werden, ohne dass Kosten proportional mitwachsen? Dienstleistungsorientierte Betriebe wie Kosmetikstudios sind hier oft limitierter als produktbasierte Geschäftsmodelle. Besonders wertvoll sind Unternehmen mit digitalen Kompetenzen in Bereichen wie E-Commerce, Social Media Marketing und Datenanalyse, da diese kostengünstiges Wachstum ermöglichen.

Due-Diligence-Checkliste für den Kauf eines Kosmetikunternehmens

Eine gründliche Due Diligence ist für den erfolgreichen Kauf eines Kosmetikunternehmens unerlässlich. Die Branche weist spezifische Risiken und Besonderheiten auf, die einer sorgfältigen Prüfung bedürfen:

Regulatorische und Compliance Due Diligence

Der Kosmetiksektor unterliegt strengen regulatorischen Anforderungen:

Die Einhaltung der EU-Kosmetikverordnung und weiterer relevanter Vorschriften muss sorgfältig geprüft werden. Dies umfasst Sicherheitsbewertungen, korrekte Kennzeichnung und Registrierung in der CPNP-Datenbank (Cosmetic Products Notification Portal). Die Dokumentation zu Inhaltsstoffen, insbesondere zu kritischen oder regulierten Substanzen, sollte vollständig und aktuell sein. Besondere Aufmerksamkeit verdienen aktuelle regulatorische Entwicklungen wie Mikroplastikverbote oder Beschränkungen bestimmter Konservierungsstoffe.

Die Prüfung internationaler Compliance ist besonders bei exportorientierten Unternehmen wichtig, da Vorschriften in Märkten wie USA (FDA-Regularien), China (NMPA) oder Ländern des Nahen Ostens erheblich von EU-Anforderungen abweichen können. Tierversuchsverbote und entsprechende Dokumentationspflichten sollten ebenfalls verifiziert werden, besonders bei Verkauf in China.

Marken- und IP-Due Diligence

Immaterielle Vermögenswerte erfordern besondere Aufmerksamkeit:

Die rechtliche Absicherung von Marken durch Markeneintragungen in allen relevanten Märkten und Klassen sollte verifiziert werden. Bei internationalen Marken sind entsprechende internationale Registrierungen (WIPO) oder länderspezifische Eintragungen zu prüfen. Bestehende oder drohende Markenstreitigkeiten oder Ähnlichkeiten zu etablierten Marken können erhebliche Risiken darstellen.

Patente, Gebrauchsmuster und Geschmacksmuster sollten auf Gültigkeit, Laufzeit und tatsächlichen Schutzumfang untersucht werden. Besonders bei technologieorientierten Kosmetikunternehmen kann der Wert maßgeblich von der Stärke des Patentportfolios abhängen. Die Sicherung von Rezepturen und Know-how ist zu prüfen – sind vertrauliche Formulierungen ausreichend geschützt, etwa durch Geheimhaltungsvereinbarungen mit Mitarbeitern und Zulieferern?

Qualitäts- und Produktsicherheits-Due Diligence

Die Produktqualität und -sicherheit sind in der Kosmetikbranche entscheidend:

Die Qualitätssicherungssysteme und Herstellungspraktiken (GMP – Good Manufacturing Practice) sollten den Branchenstandards entsprechen. Zertifizierungen wie ISO 22716 oder spezielle Naturkosmetik-Zertifizierungen können wertvolle Indikatoren sein. Die Dokumentation zu Produktstabilitätstests, mikrobiologischen Prüfungen und Sicherheitsbewertungen sollte vollständig und aktuell sein.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Historie von Produktrückrufen, Verbraucherbeschwerden oder behördlichen Beanstandungen. Diese können auf systemische Qualitätsprobleme hindeuten und erhebliche Auswirkungen auf die Markenreputation haben. Die Lieferantenqualifikation und -überwachung sollte systematisch erfolgen, besonders bei kritischen Rohstoffen oder bei Lohnherstellung durch Dritte.

Marketing- und Claim-Überprüfung

In der Kosmetikbranche spielen Produktaussagen eine zentrale Rolle:

Die Rechtmäßigkeit von Werbeaussagen und Claims muss sorgfältig geprüft werden. Die EU-Kosmetikverordnung und die Claims-Verordnung setzen strenge Maßstäbe an die Nachweisbarkeit und Zulässigkeit von Wirkversprechen. Die wissenschaftliche Untermauerung von Wirksamkeitsaussagen sollte durch entsprechende Studien oder Tests belegt sein. Besondere Vorsicht ist bei "Free from"-Claims (z.B. "parabenfrei") oder bei grenzwertigen medizinischen Aussagen geboten.

Die Analyse der Social-Media-Präsenz und Influencer-Kooperationen kann wertvolle Einblicke geben und potenzielle Compliance-Risiken aufdecken, etwa bei fehlenden Werbekennzeichnungen oder übertriebenen Wirkversprechen. Die Überprüfung der Bildrechte für Marketingmaterialien ist ebenfalls wichtig, da Rechtsverletzungen in diesem Bereich kostspielig werden können.

Finanzierung des Unternehmenskaufs in der Kosmetikbranche

Die Finanzierung eines Unternehmenskaufs in der Kosmetikbranche erfordert eine sorgfältige Planung und die Kenntnis branchenspezifischer Finanzierungsmöglichkeiten:

Klassische Finanzierungswege

Neben dem Eigenkapital des Käufers, das typischerweise 20-30% der Kaufsumme abdecken sollte, stehen verschiedene Fremdkapitaloptionen zur Verfügung:

Bankdarlehen mit entsprechenden Sicherheiten bilden nach wie vor das Rückgrat vieler Transaktionsfinanzierungen. Die Besonderheit bei Kosmetikunternehmen liegt in der Bewertung der Sicherheiten – während Produktionsanlagen relativ gut bewertbar sind, stellen Markenrechte und immaterielle Vermögenswerte für Banken oft schwierigere Sicherheiten dar.

Spezielle Übernahmefinanzierungen durch auf M&A spezialisierte Finanzierungspartner können komplexere Transaktionsstrukturen ermöglichen, erfordern aber meist höhere Eigenkapitalquoten oder zusätzliche Sicherheiten. Die Übernahme bestehender Kreditlinien oder Leasingverträge kann die Finanzierungslücke reduzieren und den Übergang erleichtern.

Öffentliche Fördermittel

Für die Übernahme von Kosmetikunternehmen stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung:

Der KfW-Unternehmerkredit bietet günstige Konditionen für Unternehmensnachfolgen, insbesondere wenn Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen werden. ERP-Fördermittel und regionale Wirtschaftsförderung können zusätzliche Finanzierungsoptionen bieten, besonders bei Investitionen in strukturschwachen Regionen.

Spezielle Förderprogramme für Innovationen oder Digitalisierung können ergänzend genutzt werden, wenn im Rahmen der Übernahme entsprechende Investitionen geplant sind. Dies ist besonders relevant für Kosmetikunternehmen, die auf digitale Geschäftsmodelle oder innovative Produkttechnologien setzen.

Verkäuferfinanzierung und alternative Modelle

In der Kosmetikbranche ist die Verkäuferfinanzierung besonders verbreitet und kann verschiedene Formen annehmen:

Verkäuferdarlehen überbrücken oft die Finanzierungslücke zwischen Bankdarlehen und Kaufpreis und signalisieren gleichzeitig das Vertrauen des Verkäufers in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Earn-Out-Regelungen verknüpfen einen Teil des Kaufpreises mit der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens, was Risiken für den Käufer reduziert und Anreize für eine erfolgreiche Übergabe schafft.

Die Kombination mit stillen Beteiligungen kann ebenfalls eine attraktive Option darstellen, besonders wenn der Verkäufer weiterhin am Unternehmenserfolg partizipieren möchte, ohne operative Verantwortung zu tragen. Dies kann besonders bei Kosmetikunternehmen mit starkem Wachstumspotenzial vorteilhaft sein.

Der Übernahmeprozess: Von der Suche bis zum Abschluss

Der Prozess einer Unternehmensübernahme in der Kosmetikbranche folgt einem strukturierten Ablauf, der durch branchenspezifische Aspekte geprägt ist:

Die Suche nach dem passenden Unternehmen

Die gezielte Suche nach geeigneten Übernahmekandidaten erfordert Branchenkenntnis und methodisches Vorgehen:

Spezialisierte M&A-Berater mit Branchenerfahrung können den Suchprozess effizient gestalten und haben oft Zugang zu nicht öffentlich angebotenen Unternehmen. Auch Branchenverbände wie der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) oder der Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse (VKE) können wertvolle Kontakte vermitteln.

Online-Plattformen für Unternehmenstransaktionen und Nachfolgebörsen bieten ebenfalls Möglichkeiten, gezielt nach Kosmetikunternehmen zu suchen. Die direkte Ansprache von Unternehmen, die zum eigenen Profil passen, kann ebenfalls erfolgversprechend sein, da viele Inhaber sich zwar mit dem Thema Nachfolge beschäftigen, aber noch keine aktiven Verkaufsaktivitäten eingeleitet haben.

Erste Kontaktaufnahme und Informationsaustausch

Nach der Identifikation potenzieller Übernahmekandidaten folgt die Phase der ersten Kontaktaufnahme:

Eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) schützt sensible Informationen beider Seiten und schafft die Basis für offene Gespräche. Dies ist in der Kosmetikbranche besonders wichtig, da Rezepturen, Kundenlisten und Marketingstrategien hochsensible Informationen darstellen. Das Kennenlernen des Verkäufers und die Erkundung seiner Motive und Erwartungen sind entscheidend für eine erfolgreiche Transaktion.

Die Erstellung einer ersten indikativen Bewertung auf Basis der verfügbaren Informationen gibt einen ersten Anhaltspunkt für die Preisfindung und die weitere Verhandlungsstrategie. In der Kosmetikbranche orientiert sich diese oft an branchenüblichen EBITDA-Multiplikatoren, die je nach Segment zwischen 5 und 12 liegen können.

Verhandlung und Due Diligence

Die Verhandlungsphase umfasst sowohl die kommerzielle als auch die strukturelle Gestaltung der Transaktion:

Die Verhandlung des Kaufpreises und der Zahlungsmodalitäten sollte auf einer soliden Bewertungsbasis erfolgen. Die Strukturierung der Transaktion – als Asset Deal oder Share Deal – beeinflusst sowohl steuerliche Aspekte als auch die Übernahme von Verpflichtungen und Risiken.

Die bereits beschriebene umfassende Due Diligence deckt regulatorische, rechtliche, finanzielle und operative Aspekte ab und sollte durch spezialisierte Berater mit Branchenkenntnis unterstützt werden. Die Ergebnisse fließen in die Kaufvertragsgestaltung ein, besonders in Form von Garantien, Freistellungen und Anpassungsmechanismen für den Kaufpreis.

Integration nach der Übernahme

Die erfolgreiche Integration des übernommenen Kosmetikunternehmens und seine Weiterentwicklung erfordern eine strukturierte Herangehensweise:

Die Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sollte sorgfältig geplant werden, um Kontinuität zu gewährleisten und Unsicherheiten zu minimieren. Die Einbindung der Mitarbeiter nach der Übernahme ist besonders in der Kosmetikbranche wichtig, da personengebundenes Know-how oft einen wesentlichen Erfolgsfaktor darstellt.

Die Identifikation und Realisierung von Synergien und Wachstumspotenzialen sollte strukturiert erfolgen, ohne bewährte Stärken des übernommenen Unternehmens zu gefährden. In der Kosmetikbranche liegen Synergien oft in Bereichen wie gemeinsamer Produktentwicklung, gebündelten Marketingaktivitäten oder optimierten Lieferketten.

Nennenswerte Transaktionen

Die Konsolidierung in der Kosmetikbranche spiegelt sich in zahlreichen Transaktionen wider:

  • 31.05.2024 – Eine Management Gruppe kauft die Lalique Group SA, ein Luxusgüterunternehmen, welches spezialisiert ist auf die Entwicklung von Parfüms und Kosmetik.
  • 08.05.2024 – Die Gruppo Sodalis Srl, eine Multimarken-Plattform für Gesundheit und Kosmetik, kauft die ARTDECO cosmetic GmbH, ein Produzent von Kosmetik- und Hautpflegeprodukten.
  • 16.02.2024 – Die Flavorchem Corporation, ein Produzent von Geschmacks- und Färbungslösungen für die Lebensmittelindustrie, kauft die Dr. W. Huber AG, ein Produzent von Düften und Aromen.
  • 27.07.2023 – Die ECO Group, eine innovative Gruppe, die nachhaltige Konsumgütermarken unter einem Dach bündelt, kauft die JM Nature GmbH, ein Produzent von Naturkosmetik.
  • 10.05.2023 – Die Astellas Pharma Inc., ein forschendes Pharmaunternehmen, kauft die Pantherna Therapeutics GmbH, ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Fokus auf Entwicklung von mRNA-Therapeutika.
  • 22.12.2022 – Die CVC Capital Partners, ein Private-Equity-Unternehmen, kauft die Douglas GmbH, eine Parfümerie- und Kosmetikkette.

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