Wie finde ich ein Unternehmen zum Kauf in Niedersachsen?
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Wie viel kostet es, ein Unternehmen in Niedersachsen zu kaufen?
Das ist sehr schwer zu sagen, da es sehr stark von der Größe, dem Standort, der Branche und der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens abhängt.
Eine gute Orientierung ist in der Regel der EBIT Multiplikator. Dieser betrachtet den Gewinn des Unternehmens vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen und multipliziert diesen mit einem Faktor zwischen 3 und 8.
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Wirtschaftskraft und Branchenvielfalt in Niedersachsen
Niedersachsen ist mit seiner vielfältigen Wirtschaftsstruktur eines der wirtschaftlich bedeutendsten Bundesländer Deutschlands. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 310 Milliarden Euro (2023) und einem Wachstum von 0,2% entgegen dem allgemeinen Abwärtstrend in Deutschland bietet das Bundesland eine solide Basis für Unternehmer und Investoren, die eine Firma kaufen möchten.
Die wirtschaftliche Stärke Niedersachsens beruht auf einem ausgewogenen Mix aus traditionellen und zukunftsorientierten Branchen:
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Automobilindustrie: Mit dem Volkswagen-Konzern in Wolfsburg beheimatet Niedersachsen einen der größten Automobilhersteller der Welt. Rund um VW hat sich ein dichtes Netzwerk aus Zulieferern und Dienstleistern entwickelt.
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Maschinenbau: Zahlreiche mittelständische Unternehmen prägen diesen Sektor und sind oft hochspezialisierte Weltmarktführer in ihren Nischen.
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Maritime Wirtschaft: Die Küstenlage mit den Häfen Wilhelmshaven, Emden und Cuxhaven macht Niedersachsen zu einem wichtigen Standort für Schiffbau, Hafenlogistik und maritime Dienstleistungen.
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Ernährungswirtschaft: Mit einem Anteil von etwa 15% an der landwirtschaftlichen Gesamtproduktion Deutschlands ist Niedersachsen ein führender Agrarstandort. Die Lebensmittelindustrie hat sich entsprechend stark entwickelt.
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Erneuerbare Energien: Insbesondere die Windenergie, sowohl onshore als auch offshore, hat in Niedersachsen große Bedeutung erlangt. Das Bundesland ist Vorreiter der Energiewende und bietet in diesem Sektor erhebliches Wachstumspotenzial.
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Gesundheitswirtschaft: Mit einer alternden Bevölkerung gewinnt dieser Sektor zunehmend an Bedeutung. Medizintechnikunternehmen, Pflegeeinrichtungen und spezialisierte Dienstleister prägen diesen Wachstumsmarkt.
Diese breit gefächerte Wirtschaftsstruktur bietet Unternehmenskäufern die Möglichkeit, in etablierten Branchen Fuß zu fassen oder in innovative Zukunftsmärkte zu investieren.
Attraktive Regionen für Unternehmenskäufe in Niedersachsen
Niedersachsen ist das flächenmäßig zweitgrößte Bundesland Deutschlands und bietet verschiedene Wirtschaftsregionen mit jeweils eigenen Stärken und Schwerpunkten:
Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg
Diese Region bildet das wirtschaftliche Zentrum Niedersachsens:
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Hannover: Als Landeshauptstadt und Messestadt bietet Hannover eine hervorragende Infrastruktur und ein breites Branchenspektrum, insbesondere im Dienstleistungssektor und in der IT-Branche.
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Braunschweig: Die "Forschungsregion" um Braunschweig ist geprägt von technologieorientierten Unternehmen und einer engen Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, besonders in den Bereichen Mobilität und Luft- und Raumfahrttechnik.
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Wolfsburg: Die Autostadt ist nicht nur Sitz des VW-Konzerns, sondern beheimatet auch zahlreiche Zulieferer und Dienstleister rund um die Automobilindustrie.
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Göttingen: Der Universitätsstandort ist ein Zentrum für Forschung und Entwicklung mit Schwerpunkten in der Biotechnologie und Medizintechnik.
Küstenregion und Ostfriesland
Die norddeutsche Küstenregion zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
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Wilhelmshaven: Der JadeWeserPort als einziger deutscher Tiefwasserhafen bietet logistische Vorteile und Potenzial für Handel und Logistikunternehmen.
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Emden: Der Hafen und der Volkswagen-Standort prägen die Wirtschaft der Stadt, ergänzt durch die wachsende Offshore-Windenergie-Branche.
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Ostfriesland: Tourismus, Landwirtschaft und mittelständische Unternehmen charakterisieren diese Region.
Oldenburger Land und Emsland
Diese Regionen im Westen Niedersachsens bieten:
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Oldenburg: Ein diversifizierter Wirtschaftsstandort mit Schwerpunkten in der Informationstechnologie, Ernährungswirtschaft und im Gesundheitssektor.
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Emsland: Eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen Niedersachsens mit starkem Mittelstand, insbesondere in der Maschinenbau- und Metallbranche sowie der Ernährungswirtschaft.
Jede dieser Regionen bietet spezifische Vorteile für Unternehmenskäufer, je nach Branchenfokus und strategischer Ausrichtung.
Unternehmensnachfolge im niedersächsischen Mittelstand
Die Unternehmensnachfolge ist in Niedersachsen ein zentrales Thema. Laut dem IHKN-Nachfolge-Report stehen in den kommenden Jahren rund 23.000 Unternehmen zur Übergabe an, was erhebliche Chancen für potenzielle Unternehmenskäufer bietet.
Nachfolgesituation und Zahlenbasis
- Etwa 40% der übergabewilligen Unternehmen streben eine interne Nachfolge an
- Rund 60% suchen externe Käufer oder Nachfolger
- Besonders betroffen sind Unternehmen mit 10-49 Mitarbeitern, bei denen die Nachfolgefrage oft ungelöst ist
- Das durchschnittliche Alter der Unternehmensinhaber bei der Übergabe liegt bei 65 Jahren
Diese Situation schafft einen "Käufermarkt" mit vielfältigen Übernahmechancen in nahezu allen Branchen.
Besonders nachfolgestarke Branchen
Folgende Branchen weisen eine besonders hohe Zahl an Nachfolgesituationen auf:
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Handwerk: Traditionelle Handwerksbetriebe suchen aufgrund des Fachkräftemangels und demografischer Entwicklungen häufig externe Nachfolger.
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Einzelhandel: Inhabergeführte Fachgeschäfte stehen oft vor Nachfolgeproblemen und bieten Chancen für innovative Geschäftskonzepte.
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Gastronomie und Hotellerie: Besonders in touristisch attraktiven Regionen wie der Nordseeküste und im Harz stehen zahlreiche Betriebe zur Übergabe an.
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Produktionsbetriebe: Mittelständische Fertigungsunternehmen mit spezialisiertem Know-how suchen zunehmend externe Käufer.
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Dienstleistungssektor: Beratungsunternehmen, IT-Dienstleister und spezialisierte B2B-Serviceanbieter bieten interessante Übernahmemöglichkeiten.
Unterstützung bei der Unternehmensnachfolge
Niedersachsen verfügt über ein gut ausgebautes Netzwerk an Institutionen und Programmen, die Unternehmenskäufer unterstützen:
- Industrie- und Handelskammern (IHK): Bieten Beratung, Vermittlung und spezielle Nachfolgesprechtage
- Handwerkskammern: Fokussierte Unterstützung für Handwerksbetriebe in Nachfolgeprozessen
- NBank: Finanzielle Förderung von Unternehmensnachfolgen durch günstige Darlehen und Bürgschaften
- Wirtschaftsförderungen der Landkreise und Kommunen: Lokale Unterstützungsangebote und Netzwerke
- Nachfolgemoderatoren: Speziell ausgebildete Berater für die Begleitung von Übergabeprozessen
Diese Strukturen erleichtern den Prozess des Unternehmenskaufs erheblich und bieten wertvolle Ressourcen für Interessenten.
Finanzierung und Förderung beim Unternehmenskauf
Die Finanzierung eines Unternehmenskaufs ist eine zentrale Herausforderung. In Niedersachsen stehen verschiedene Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten zur Verfügung:
Spezielle Förderprogramme für Unternehmensübernahmen
- NBank Gründung und Nachfolge: Darlehen mit günstigen Konditionen speziell für Unternehmensnachfolgen
- ERP-Gründerkredit - Universell: Bundesweites KfW-Programm mit attraktiven Zinssätzen
- ERP-Kapital für Gründung: Nachrangdarlehen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis
- Niedersachsen-Bürgschaften: Bürgschaften für Bankdarlehen bis zu 80% der Darlehenssumme
- Mikromezzaninfonds Deutschland: Stille Beteiligungen für kleinere Übernahmen
Diese Programme können oft kombiniert werden und ermöglichen eine solide Finanzierungsstruktur mit reduziertem Eigenkapitalbedarf.
Eigenkapitalanforderungen und Finanzierungstipps
Für einen erfolgreichen Unternehmenskauf in Niedersachsen sollten folgende Aspekte beachtet werden:
- Eigenkapitalquote von mindestens 15-20% des Kaufpreises wird in der Regel erwartet
- Kombinationen aus Bankdarlehen, Fördermitteln und alternativen Finanzierungsformen wie Verkäuferdarlehen sind oft zielführend
- Eine solide Due Diligence ist für die Finanzierungszusage der Banken unerlässlich
- Berücksichtigung von Betriebsmittelreserven für die Anfangsphase nach der Übernahme
- Professionelle Unterstützung durch Finanzierungsberater kann den Prozess erheblich erleichtern
Eine frühzeitige und gründliche Finanzierungsplanung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Unternehmenskauf und sollte mit entsprechender Sorgfalt angegangen werden.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Besonderheiten
Der Erwerb eines Unternehmens in Niedersachsen unterliegt verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen, die es zu beachten gilt:
Übernahmeformen: Asset Deal vs. Share Deal
Beim Unternehmenskauf stehen grundsätzlich zwei Modelle zur Auswahl:
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Asset Deal: Hierbei werden einzelne Vermögenswerte und Rechtspositionen des Unternehmens erworben. Diese Form ist besonders bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften üblich.
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Share Deal: Bei dieser Variante werden Firmenanteile oder Gesellschaftsanteile erworben, wodurch das Unternehmen als Ganzes übernommen wird. Diese Form ist typisch für Kapitalgesellschaften wie GmbHs.
Die Wahl zwischen diesen Modellen hat erhebliche rechtliche, steuerliche und haftungsrechtliche Konsequenzen, die individuell abgewogen werden sollten.
Branchenspezifische rechtliche Anforderungen
In Niedersachsen gelten für bestimmte Branchen spezifische rechtliche Anforderungen, die bei einem Unternehmenskauf zu berücksichtigen sind:
- Handwerk: Eintragung in die Handwerksrolle, oft verbunden mit Qualifikationsanforderungen (Meisterpflicht)
- Gastronomie: Konzessionen und behördliche Genehmigungen, die übertragen oder neu beantragt werden müssen
- Gesundheitswesen: Besondere Zulassungsvoraussetzungen für Apotheken, Pflegeeinrichtungen etc.
- Transportgewerbe: Spezielle Genehmigungen und Lizenzen für Transportdienstleistungen
- Finanz- und Versicherungsvermittlung: Erlaubnispflicht nach Gewerbeordnung
Die frühzeitige Klärung dieser rechtlichen Anforderungen ist essentiell, um Überraschungen nach dem Kauf zu vermeiden.
Arbeitsrechtliche Aspekte
Bei einem Unternehmenskauf greifen besondere arbeitsrechtliche Bestimmungen, insbesondere § 613a BGB zum Betriebsübergang:
- Arbeitsverträge gehen mit allen Rechten und Pflichten auf den Erwerber über
- Kündigungen allein aufgrund des Betriebsübergangs sind unwirksam
- Arbeitnehmer haben ein Widerspruchsrecht gegen den Übergang ihres Arbeitsverhältnisses
- Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen wirken in der Regel nach
Eine sorgfältige Prüfung der bestehenden Arbeitsverhältnisse und deren Konditionen ist daher ein wichtiger Teil der Due Diligence.
Innovationspotenzial und Zukunftsbranchen
Niedersachsen investiert aktiv in die Förderung von Innovation und Zukunftstechnologien, was diesen Standort besonders attraktiv für zukunftsorientierte Unternehmenskäufer macht.
Forschung und Entwicklung
Das Bundesland verfügt über eine hervorragende Forschungsinfrastruktur:
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Universitäten und Hochschulen: Die Leibniz Universität Hannover, TU Braunschweig, Universität Göttingen und weitere Hochschulen bilden ein dichtes Netzwerk an Forschungseinrichtungen.
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Außeruniversitäre Forschung: Zahlreiche Fraunhofer- und Max-Planck-Institute sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig fördern den Technologietransfer.
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Forschungskooperationen: Eng verzahnte Strukturen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, besonders in den Bereichen Mobilität, Energietechnik und Bioökonomie.
Diese Forschungslandschaft schafft ein innovationsfreundliches Umfeld und bietet Unternehmen Zugang zu neuesten Technologien und qualifizierten Fachkräften.
Zukunftsbranchen mit besonderem Potenzial
Folgende Branchen in Niedersachsen weisen besonderes Wachstums- und Innovationspotenzial auf:
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Erneuerbare Energien: Insbesondere Windenergie (on- und offshore), aber auch Biogas und Wasserstofftechnologie. Mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 werden massive Investitionen in diesem Sektor erwartet.
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Mobilitätswende: Die Transformation der Automobilindustrie hin zu elektrischen und autonomen Fahrzeugen schafft neue Geschäftsfelder und Übernahmechancen in der Zuliefererstruktur.
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Digitalisierung und IT: Softwareentwicklung, IT-Dienstleistungen und digitale Geschäftsmodelle wachsen überdurchschnittlich stark und profitieren von der guten Breitbandinfrastruktur.
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Gesundheitswirtschaft: Medizintechnik, E-Health und spezialisierte Pflegedienstleistungen gewinnen durch den demografischen Wandel an Bedeutung.
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Bioökonomie: Die Verbindung von Agrarwirtschaft und modernen Biotechnologien schafft nachhaltige Wertschöpfungsketten und innovative Geschäftsmodelle.
Unternehmenskäufer, die in diese Zukunftsbranchen investieren, können von den positiven Entwicklungstrends und Förderstrukturen in Niedersachsen profitieren.
Infrastruktur und Standortvorteile
Niedersachsen bietet eine exzellente Infrastruktur, die einen wesentlichen Standortvorteil für Unternehmen darstellt.
Verkehr und Logistik
Die strategisch günstige Lage und hervorragende Verkehrsanbindung machen Niedersachsen zu einem idealen Wirtschaftsstandort:
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Häfen: Mit Wilhelmshaven (JadeWeserPort), Brake, Emden und Cuxhaven verfügt Niedersachsen über leistungsfähige Seehäfen, die den Zugang zu internationalen Märkten erleichtern.
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Straßennetz: Ein dichtes Autobahnnetz mit den wichtigen Achsen A1, A2, A7 und A27 verbindet Niedersachsen optimal mit nationalen und europäischen Wirtschaftszentren.
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Schienenverkehr: Wichtige Bahnlinien kreuzen sich in Niedersachsen, und der Rangierbahnhof Maschen bei Hamburg ist einer der größten Europas.
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Flughäfen: Der internationale Flughafen Hannover sowie weitere regionale Flughäfen sichern die Luftverkehrsanbindung.
Diese Logistikvorteile sind besonders wertvoll für produzierende Unternehmen und Handelsunternehmen mit überregionalem oder internationalem Kundenstamm.
Digitale Infrastruktur
Niedersachsen investiert massiv in den Ausbau der digitalen Infrastruktur:
- Flächendeckender Breitbandausbau mit dem Ziel einer gigabitfähigen Infrastruktur
- Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes für innovative Anwendungen
- Digitale Verwaltung mit zunehmend elektronischen Prozessen, die bürokratische Abläufe vereinfachen
- Spezielle Förderprogramme für die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen
Diese digitale Infrastruktur bildet die Grundlage für zukunftsfähige Geschäftsmodelle und innovative Unternehmensprozesse.
Fachkräftepotenzial und Bildung
Ein entscheidender Standortfaktor ist die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte:
- Niedersachsen verfügt über 21 Hochschulen mit über 200.000 Studierenden
- Ein duales Ausbildungssystem mit starker Praxisorientierung
- Gezielte Fachkräfteinitiative der Landesregierung zur Sicherung des Arbeitskräftebedarfs
- Attraktive Lebensqualität, die die Anwerbung von Fachkräften aus anderen Regionen erleichtert
Diese Faktoren sichern Unternehmen den Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern – ein wesentlicher Erfolgsfaktor besonders für wissensintensive Branchen.
Erfolgreiche Unternehmensübernahmen in Niedersachsen
In Niedersachsen wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche erfolgreiche Unternehmensübernahmen realisiert. Einige Beispiele zeigen das Potenzial und die Erfolgsfaktoren auf:
Beispielhafte Übernahmen
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Ein mittelständischer Maschinenbaubetrieb in der Region Hannover wurde von einem ehemaligen Manager eines Großunternehmens übernommen und konnte durch die Erschließung internationaler Märkte seinen Umsatz innerhalb von drei Jahren verdoppeln.
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Eine alteingesessene Bäckereikette im Oldenburger Land fand eine Nachfolgelösung in einem branchenfremden Unternehmer, der durch Digitalisierung und innovative Vermarktungskonzepte neue Kundengruppen erschließen konnte.
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Ein IT-Dienstleister aus Braunschweig wurde durch einen strategischen Investor übernommen, wodurch Synergien erschlossen und neue Technologiefelder besetzt werden konnten.
Diese Erfolgsgeschichten verdeutlichen, dass ein Unternehmenskauf in Niedersachsen mit der richtigen Strategie und Vorbereitung erhebliche Wachstumschancen bieten kann.
Learnings aus erfolgreichen Übernahmen
Aus den erfolgreichen Unternehmensübernahmen lassen sich wichtige Erkenntnisse ableiten:
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Gründliche Due Diligence: Eine umfassende Prüfung des Zielunternehmens ist unerlässlich, um versteckte Risiken und Potenziale zu identifizieren.
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Sensible Mitarbeiterführung: Die frühzeitige Einbindung der Belegschaft und eine transparente Kommunikation sind Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Integration.
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Kultureller Wandel: Die behutsame Weiterentwicklung der Unternehmenskultur unter Respektierung gewachsener Strukturen hat sich als erfolgsfördernd erwiesen.
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Strategische Weiterentwicklung: Erfolgreiche Käufer haben klare Vorstellungen zur strategischen Ausrichtung und setzen diese konsequent um.
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Regionales Netzwerk: Die Einbindung in regionale Wirtschaftsstrukturen und Netzwerke unterstützt die erfolgreiche Entwicklung nach der Übernahme.
Diese Erkenntnisse können potenziellen Unternehmenskäufern als Orientierung dienen und die Erfolgswahrscheinlichkeit ihrer eigenen Übernahme erhöhen.
Unterstützung und Beratung für Unternehmenskäufer
Die Planung und Durchführung eines Unternehmenskaufs erfordert professionelle Unterstützung. In Niedersachsen steht ein breites Spektrum an Beratungsangeboten zur Verfügung:
Öffentliche Anlaufstellen
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IHK-Unternehmensservice: Die Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen bieten umfassende Erstberatung und Vermittlungsangebote für Unternehmenskäufer.
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Handwerkskammern: Spezialisierte Beratungsangebote für die Übernahme von Handwerksbetrieben.
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Wirtschaftsförderungen: Die kommunalen und regionalen Wirtschaftsförderungen unterstützen mit lokaler Expertise und Netzwerken.
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NBank: Beratung zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten beim Unternehmenskauf.
Diese öffentlichen Stellen bieten oft kostengünstige oder kostenfreie Erstberatungen und können den Einstieg in den Übernahmeprozess erleichtern.
Private Berater und Dienstleister
Für eine erfolgreiche Unternehmensübernahme ist in der Regel die Einbindung spezialisierter Berater empfehlenswert:
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M&A-Berater: Unterstützen bei der Suche nach geeigneten Übernahmekandidaten und begleiten den gesamten Transaktionsprozess. Mit einem erfahrenen M&A-Berater erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Übernahme deutlich.
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Unternehmensbewerter: Unterstützen bei der objektiven Ermittlung des Unternehmenswerts als Basis für Kaufpreisverhandlungen.
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Rechtsanwälte: Spezialisierte Anwälte für Unternehmenskauf und -verkauf sind bei der Vertragsgestaltung und rechtlichen Due Diligence unerlässlich.
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Steuerberater: Optimieren die steuerliche Gestaltung des Unternehmenskaufs und minimieren steuerliche Risiken.
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Finanzierungsberater: Unterstützen bei der Strukturierung der Kaufpreisfinanzierung und der Beantragung von Fördermitteln.
Die Investition in professionelle Beratung zahlt sich in der Regel durch bessere Konditionen, reduzierte Risiken und eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit aus.
Netzwerke und Vermittlungsplattformen
Zur Identifikation potenzieller Übernahmekandidaten stehen verschiedene Plattformen zur Verfügung:
- viaductus: Die bundesweite Unternehmensnachfolgebörse mit zahlreichen Angeboten aus Niedersachsen
- IHK-Nachfolgebörsen: Regionale Angebote der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern
- Branchenspezifische Plattformen: Spezialisierte Börsen für bestimmte Wirtschaftszweige
- M&A-Portale: Professionelle Vermittlungsplattformen für größere Transaktionen
Daneben sind persönliche Netzwerke und direkte Kontakte in die Unternehmerschaft oft der Schlüssel zu interessanten Übernahmemöglichkeiten, die nicht öffentlich ausgeschrieben werden.
Praktische Tipps für Unternehmenskäufer in Niedersachsen
Aus der Praxis haben sich folgende Empfehlungen für potenzielle Unternehmenskäufer in Niedersachsen bewährt:
Do's - Was Sie beachten sollten
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Regionale Gegebenheiten berücksichtigen: Die wirtschaftlichen Strukturen variieren innerhalb Niedersachsens erheblich. Was in Hannover funktioniert, muss in Ostfriesland nicht zwangsläufig erfolgreich sein.
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Netzwerke nutzen: Persönliche Kontakte und aktive Netzwerkarbeit in regionalen Wirtschaftskreisen erhöhen die Chancen auf attraktive Übernahmeangebote.
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Geduld mitbringen: Der perfekte Übernahmekandidat ist selten sofort verfügbar. Eine langfristige Suchstrategie mit klaren Kriterien führt eher zum Erfolg.
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Finanzierung frühzeitig planen: Die Sicherstellung der Finanzierung sollte parallel zur Suche nach einem Übernahmekandidaten erfolgen.
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Übergangsphasen einplanen: Eine begleitete Übergangszeit mit dem bisherigen Inhaber erleichtert die Übernahme von Kundenbeziehungen und implizitem Wissen.
Don'ts - Was Sie vermeiden sollten
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Überstürzte Entscheidungen: Auch bei vermeintlichen "Schnäppchen" ist eine gründliche Due Diligence unerlässlich.
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Unterschätzung von Branchenwissen: Branchenfremde Käufer sollten sich intensiv mit den spezifischen Marktgegebenheiten auseinandersetzen.
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Reine Fokussierung auf Finanzkennzahlen: Weiche Faktoren wie Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung und Marktreputation sind ebenso wichtig.
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Vernachlässigung der Post-Merger-Integration: Der eigentliche Erfolg eines Unternehmenskaufs entscheidet sich in der Phase nach der Übernahme.
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Zu hohe Kaufpreise: Eine realistische Bewertung des Übernahmekandidaten verhindert spätere finanzielle Engpässe.
Mit diesen Tipps und einer professionellen Vorbereitung stehen die Chancen gut, in Niedersachsen ein passendes Unternehmen zu finden und erfolgreich zu übernehmen.
Quellen:
[1]: Statistik Niedersachsen: Wirtschaftliche Entwicklung 2023
[2]: IHKN Nachfolge-Report: Unternehmensnachfolge in Niedersachsen