Medien & Marketing kaufen

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Marktausblick und Chancen in der Medien- und Marketingbranche

Die Medien- und Marketingbranche befindet sich in einem fundamentalen Transformationsprozess, der sowohl Herausforderungen als auch außergewöhnliche Chancen für Unternehmenskäufer bietet. Digitalisierung, veränderte Nutzergewohnheiten und neue Technologien prägen diesen Wandel und schaffen eine dynamische Marktlandschaft. M&A-Aktivitäten (Mergers & Acquisitions) und strategische Partnerschaften sind für Unternehmen in diesem Sektor von entscheidender Bedeutung, um sich an aktuelle Trends anzupassen und global wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Personalisierung von Inhalten revolutioniert die Art und Weise, wie Medien und Marketing funktionieren. Algorithmen passen Inhalte an individuelle Interessen an und stellen lokal relevante Informationen bereit. Diese Entwicklung eröffnet neue Geschäftsmodelle und Wachstumschancen für innovative Unternehmen. Gleichzeitig führt der Trend zu synthetischen Inhalten zu einem starken Anstieg digitaler Texte, Videos und Podcasts, was neue Produktions- und Distributionstechnologien erfordert.

Im Wettbewerb um Aufmerksamkeit sind Authentizität und relevante Inhalte entscheidender denn je. Traditionelle Abo-Modelle entwickeln sich zu umfassenderen Mitgliedschaftskonzepten weiter, die eine engere Kundenbindung und höhere Nutzerloyalität ermöglichen. Diese Entwicklung schafft neue Monetarisierungswege für Content-Produzenten und Plattformen.

Die Branche ist gleichzeitig von einer signifikanten Konsolidierungswelle geprägt. Während große Medienkonzerne und Agenturnetzwerke expandieren, stehen viele mittelständische und kleinere Unternehmen vor Nachfolgefragen. Nach Branchenschätzungen werden in den nächsten fünf Jahren etwa 20-25% aller Medien- und Marketingunternehmen in Deutschland den Eigentümer wechseln. Diese Situation eröffnet für qualifizierte Käufer exzellente Einstiegsmöglichkeiten in einen zukunftsträchtigen Markt.

Der demografische Wandel und die zunehmende Digitalisierung verstärken diesen Trend. Viele Agenturgründer und Medienunternehmer der Baby-Boomer-Generation erreichen das Rentenalter, während gleichzeitig die technologischen Anforderungen steigen. Dies schafft eine ideale Konstellation für strategische Übernahmen und Nachfolgelösungen, bei denen bewährte Kundenbeziehungen mit frischem Digital-Know-how kombiniert werden können.

Vielfalt der Medien- und Marketingunternehmen – Welcher Betrieb passt zu Ihnen?

Die Medien- und Marketingbranche umfasst eine beeindruckende Vielfalt an Unternehmenstypen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen, Risikostrukturen und Erfolgsfaktoren. Als potenzieller Käufer sollten Sie die Besonderheiten der verschiedenen Betriebsarten kennen, um die passende Investition zu identifizieren.

Werbeagenturen und Kreativdienstleister

Werbeagenturen kaufen bedeutet, in ein Unternehmen zu investieren, das sich auf die Konzeption und Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen für Kunden spezialisiert hat. Diese Betriebe leben von ihrer Kreativität, ihrem strategischen Know-how und ihren Kundenbeziehungen. Der Kapitalbedarf für die Übernahme ist typischerweise moderat, da der Wert primär in den Mitarbeitern und Kundenbeziehungen liegt.

Die Attraktivität dieser Unternehmen basiert auf ihrem Potenzial für wiederkehrende Einnahmen und langfristige Kundenbeziehungen. Besonders wertvoll sind Agenturen mit einem ausgewogenen Kundenportfolio ohne übermäßige Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden. Die Bewertung erfolgt oft auf Basis eines EBITDA-Multiplikators, der je nach Spezialisierungsgrad, Kundenstamm und Wachstumspotenzial zwischen dem 4- und 7-fachen liegen kann.

Digitalagenturen und MarTech-Unternehmen

Digitalagenturen und MarTech-Unternehmen (Marketing Technology) repräsentieren den technologieorientierten Teil der Branche. Diese Unternehmen konzentrieren sich auf digitale Marketinglösungen, Webentwicklung, E-Commerce, SEO/SEA oder Social Media Marketing. Durch die zunehmende Digitalisierung sind diese Dienstleister besonders gefragt und weisen oft überdurchschnittliche Wachstumsraten auf.

Für Käufer mit Digital-Affinität bieten diese Unternehmen attraktive Einstiegsmöglichkeiten in zukunftsträchtige Marktsegmente. Die technologische Kompetenz, proprietäre Tools und Plattformen sowie Erfahrung mit datengetriebenen Marketingansätzen stellen wertvolle Assets dar. Die Bewertungen liegen typischerweise höher als bei klassischen Agenturen, oft zwischen dem 6- und 10-fachen des EBITDA, abhängig von Wachstumsrate, Technologieportfolio und Kundenstamm.

PR-Agenturen und Kommunikationsdienstleister

PR-Agenturen kaufen bedeutet, ein Unternehmen zu erwerben, das auf strategische Kommunikation, Medienarbeit und Reputationsmanagement spezialisiert ist. Diese Unternehmen zeichnen sich durch ihre Netzwerke zu Medien, ihr Verständnis für öffentliche Meinungsbildung und ihre Beratungskompetenz aus. Der Erfolg basiert maßgeblich auf persönlichen Beziehungen, Branchenkenntnis und der Fähigkeit, komplexe Themen mediengerecht aufzubereiten.

Der Kapitalbedarf für die Übernahme solcher Agenturen ist moderat, da sie typischerweise wenig materielle Assets benötigen. Besonders wertvoll sind Unternehmen mit Spezialisierungen in wachstumsstarken Bereichen wie Healthcare-Kommunikation, Finanzkommunikation oder Public Affairs. Die Bewertungen orientieren sich am Kundenstamm, der Reputation und der Ertragsstabilität und liegen typischerweise zwischen dem 4- und 6-fachen des EBITDA.

Verlage und Medienproduktionsunternehmen

Verlage und Medienproduktionsunternehmen repräsentieren den klassischen Content-Bereich der Branche. Diese Unternehmen erstellen, vermarkten und distribuieren Inhalte in Form von Print, Audio, Video oder digitalen Formaten. Im Gegensatz zu Agenturen, die für Kunden arbeiten, entwickeln sie oft eigene Medienprodukte und erreichen Endkunden oder spezifische Zielgruppen direkt.

Der Kapitalbedarf für die Übernahme solcher Unternehmen ist typischerweise höher als bei reinen Dienstleistern, da oft Produktionsinfrastruktur, Rechte an Inhalten und etablierte Marken Teil der Transaktion sind. Besonders attraktiv sind Unternehmen, die bereits erfolgreiche digitale Transformationsstrategien implementiert haben und über multiple Erlösquellen verfügen. Die Bewertung erfolgt oft auf Basis von Branchenmultiplikatoren, spezifischen Kennzahlen wie Reichweite oder Abonnentenzahlen sowie dem zukünftigen Ertragspotenzial.

Webdesign-Agenturen und Entwicklerstudios

Webdesign-Agenturen und Entwicklerstudios fokussieren sich auf die Konzeption und Umsetzung digitaler Präsenzen und Anwendungen. Diese technologieorientierten Unternehmen vereinen kreative und technische Kompetenzen und bedienen meist einen Mix aus B2B- und B2C-Kunden. Der Erfolg basiert auf technischem Know-how, Projektmanagementfähigkeiten und der Fähigkeit, digitale Lösungen mit konkretem Mehrwert zu schaffen.

Die Attraktivität dieser Unternehmen liegt in ihrer Positionierung im wachsenden Digitalmarkt und dem oft klaren Bezug zu messbaren Kundenerfolgen. Besonders wertvoll sind Agenturen mit proprietären Frameworks, spezialisierten Entwicklungsansätzen oder etablierten Produkt-Templates, die Effizienz und Skalierbarkeit ermöglichen. Die Bewertungen orientieren sich an Teamqualität, technologischer Kompetenz und Kundenstamm und variieren erheblich je nach Spezialisierungsgrad und Marktposition.

Erfolgsfaktoren und Werttreiber bei der Unternehmensbewertung

Die Unternehmensbewertung in der Medien- und Marketingbranche folgt speziellen Logiken, die sich von anderen Branchen unterscheiden. Als Käufer sollten Sie diese branchenspezifischen Werttreiber kennen und bei der Bewertung potenzieller Übernahmekandidaten berücksichtigen:

Kundenbeziehungen und Vertragsstrukturen

Die Qualität und Struktur der Kundenbeziehungen sind zentrale Werttreiber für Medien- und Marketingunternehmen:

Die Vertragssituation mit Schlüsselkunden beeinflusst maßgeblich die Planungssicherheit und Stabilität. Langfristige Rahmenverträge, Retainervereinbarungen oder wiederkehrende Projektaufträge erhöhen den Unternehmenswert erheblich. Die Kundenkonzentration sollte kritisch betrachtet werden – idealerweise sollte kein einzelner Kunde mehr als 15-20% des Gesamtumsatzes ausmachen, um Abhängigkeiten zu vermeiden.

Die Branchendiversifikation des Kundenportfolios beeinflusst die Konjunkturresistenz des Unternehmens. Ein breit gestreutes Portfolio über verschiedene Wirtschaftszweige reduziert Risiken und erhöht die Stabilität. Die Kundenhistorie und -treue gibt Aufschluss über die Beziehungsqualität. Langjährige Kundenbeziehungen und geringe Fluktuation sind positive Indikatoren für Kundenzufriedenheit und die Qualität der erbrachten Leistungen.

Team und Know-how

In der wissensintensiven Medien- und Marketingbranche stellen die Mitarbeiter den wertvollsten Asset dar:

Die Qualifikation und Kreativität des Teams sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Besonders wertvoll sind Teams mit komplementären Fähigkeiten, die kreative, strategische und technische Kompetenzen vereinen. Die Abhängigkeit von Schlüsselpersonen sollte kritisch betrachtet werden. Ein zu starker Personenfokus, etwa auf die Gründer oder kreative Führungskräfte, kann ein Risiko darstellen.

Die Mitarbeiterbindung und Fluktuation geben Aufschluss über die Unternehmenskultur und Attraktivität als Arbeitgeber. In Zeiten des Fachkräftemangels ist die Fähigkeit, talentierte Mitarbeiter zu halten und zu gewinnen, ein wichtiger Werttreiber. Strukturiertes Wissensmanagement und dokumentierte Arbeitsabläufe reduzieren Abhängigkeiten und erleichtern die Integration neuer Mitarbeiter.

Digitale Kompetenzen und technologische Assets

Die digitale Transformation prägt die Medien- und Marketingbranche und beeinflusst die Zukunftsfähigkeit erheblich:

Die digitalen Fähigkeiten und das technologische Portfolio des Unternehmens beeinflussen maßgeblich seine Wettbewerbsposition. Kompetenzen in Bereichen wie Datenanalyse, Marketing-Automation oder KI-Anwendungen steigern den Unternehmenswert. Proprietäre Tools, Plattformen oder Frameworks stellen wertvolle Assets dar, da sie Effizienzvorteile bieten und die Abhängigkeit von Drittanbietern reduzieren.

Die Datenassets und Analytik-Fähigkeiten gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unternehmen mit fundierten Datensammlungen zu Nutzerverhalten, Kampagnenperformance oder Mediennutzung können daraus wertvolle Insights generieren. Die Integration digitaler Prozesse und Systeme demonstriert operative Exzellenz und schafft Skalierungspotenzial.

Marke und Reputation

Die Markenpositionierung und Außenwirkung beeinflussen sowohl die Kundenakquise als auch die Mitarbeitergewinnung:

Die Markenbekanntheit und -wahrnehmung in relevanten Zielgruppen steigert die Attraktivität des Unternehmens. Auszeichnungen, Branchenpreise und Referenzprojekte dokumentieren die Qualität der Arbeit und stärken die Positionierung. Die Medienpräsenz und Sichtbarkeit in Fachkreisen erhöhen den Bekanntheitsgrad und erleichtern Business Development.

Die digitale Präsenz, gemessen an Website-Traffic, Social-Media-Reichweite oder Content-Engagement, spiegelt die Relevanz und Sichtbarkeit im digitalen Raum wider. Die Reputation bei Kunden und in der Branche beeinflusst maßgeblich die Kaufentscheidung potenzieller Neukunden und sollte durch Referenzen und Fallstudien belegt sein.

Due-Diligence-Checkliste für den Kauf eines Medien- oder Marketingunternehmens

Eine gründliche Due Diligence ist für den erfolgreichen Kauf eines Medien- oder Marketingunternehmens unerlässlich. Die Branche weist spezifische Risiken und Besonderheiten auf, die einer sorgfältigen Prüfung bedürfen:

Kundenanalyse und Vertragsprüfung

Die detaillierte Analyse der Kundenbeziehungen gibt Aufschluss über die Stabilität und Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells:

Eine Analyse der Kundenkonzentration und -entwicklung identifiziert Abhängigkeiten und Trends. Die historische Entwicklung von Kundenumsätzen und Margen zeigt, ob Beziehungen wachsen oder erodieren. Die Vertragsbedingungen mit Schlüsselkunden, insbesondere hinsichtlich Laufzeiten, Kündigungsfristen und Exklusivitätsvereinbarungen, sollten detailliert geprüft werden.

Die Kundenreferenzen und Kundenzufriedenheit geben wichtige Einblicke in die Qualität der Leistungen und die Beziehungsstabilität. Eine Analyse der Neukundenakquise und des Vertriebs zeigt, wie abhängig das Unternehmen von bestehenden Kundenbeziehungen ist und wie erfolgreich neue Kunden gewonnen werden.

Rechtliche Prüfung von IP-Rechten und Verträgen

In der Medien- und Marketingbranche spielen immaterielle Vermögenswerte und Rechte eine zentrale Rolle:

Die Klärung von Urheberrechten und Nutzungsrechten an Kreativleistungen ist essenziell. Wer hält die Rechte an Konzepten, Designs oder Inhalten – das Unternehmen oder die Kunden? Die Prüfung von Lizenzverträgen für Software, Bilder, Fonts oder andere kreative Assets ist wichtig, um versteckte Kosten oder rechtliche Risiken zu identifizieren.

Die Mitarbeiterverträge sollten hinsichtlich Urheberrechtsklauseln, Wettbewerbsverboten und Verschwiegenheitspflichten geprüft werden. Die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen (DSGVO) und branchenspezifischen Regularien muss verifiziert werden, besonders bei datenintensiven Geschäftsmodellen.

Finanzielle Due Diligence mit Branchenfokus

Die finanzielle Analyse erfordert in der Medien- und Marketingbranche besondere Aufmerksamkeit für branchenspezifische Aspekte:

Die Projektprofitabilität und Zeiterfassung geben Aufschluss über die Effizienz und Kostenstruktur. Werden Projekte profitabel abgewickelt oder gibt es systematische Probleme bei der Kalkulation? Die Analyse von Freelancer- und Zuliefererkosten zeigt, wie stark das Unternehmen von externen Ressourcen abhängt und ob diese Kosten angemessen kalkuliert werden.

Die Umsatzanerkennung und Rechnungsstellung sollten geprüft werden, besonders bei längerfristigen Projekten. Entsprechen die Abrechnungszyklen und -methoden den branchenüblichen Standards? Die Working-Capital-Anforderungen und das Cashflow-Management sind in der projektbasierten Agenturwelt besonders wichtig, da oft Vorleistungen erbracht werden müssen.

Team- und Organisationsanalyse

Die Analyse des Teams und der organisatorischen Strukturen ist in der personalintensiven Branche besonders wichtig:

Die Abhängigkeit von Schlüsselpersonen und deren vertragliche Bindung müssen kritisch geprüft werden. Sind zentrale Know-how-Träger durch Verträge, Beteiligungen oder andere Anreize langfristig gebunden? Die Team-Struktur und Kapazitätsauslastung geben Aufschluss über die operative Effizienz und Skalierbarkeit.

Die Unternehmenskultur und Mitarbeiterzufriedenheit beeinflussen maßgeblich die Mitarbeiterbindung und sollten durch Gespräche oder Umfragen erfasst werden. Die Weiterbildungs- und Entwicklungsprogramme zeigen, wie das Unternehmen in die Zukunftsfähigkeit seiner Mitarbeiter investiert.

Finanzierung des Unternehmenskaufs in der Medien- und Marketingbranche

Die Finanzierung eines Unternehmenskaufs in der Medien- und Marketingbranche erfordert eine sorgfältige Planung und die Kenntnis branchenspezifischer Finanzierungsmöglichkeiten:

Klassische Finanzierungswege

Neben dem Eigenkapital des Käufers, das typischerweise 20-30% der Kaufsumme abdecken sollte, stehen verschiedene Fremdkapitaloptionen zur Verfügung:

Bankdarlehen spielen auch in der Medien- und Marketingbranche eine zentrale Rolle, allerdings stellen die oft geringen materiellen Assets eine Herausforderung bei der Besicherung dar. Banken fokussieren sich daher stark auf die historische und prognostizierte Ertragskraft sowie die Stabilität der Kundenbeziehungen.

Spezielle Übernahmefinanzierungen durch auf M&A spezialisierte Finanzierungspartner können komplexere Transaktionsstrukturen ermöglichen, erfordern aber meist höhere Eigenkapitalquoten oder zusätzliche Sicherheiten. Mezzanine-Kapital oder Nachrangdarlehen können die Finanzierungsstruktur ergänzen und die Eigenkapitalbasis stärken.

Öffentliche Fördermittel und Innovations-Finanzierung

Für die Übernahme von Medien- und Marketingunternehmen stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung:

Der KfW-Unternehmerkredit und das ERP-Gründerprogramm bieten günstige Konditionen für Unternehmensnachfolgen und können bis zu 80% des Fremdfinanzierungsbedarfs abdecken. Diese Programme eignen sich besonders für mittelständische Übernahmen mit stabilen Ertragshistorien.

Regionale Wirtschaftsförderung und branchenspezifische Innovationsförderprogramme können ergänzend eingesetzt werden, besonders wenn die Übernahme mit Investitionen in digitale Transformation oder innovative Geschäftsmodelle verbunden ist. Die Bürgschaftsbanken der Bundesländer bieten Ausfallbürgschaften, die fehlende Sicherheiten ersetzen können.

Verkäuferfinanzierung und Earn-Out-Modelle

In der Medien- und Marketingbranche sind Verkäuferfinanzierungen und gestaffelte Kaufpreismodelle besonders verbreitet:

Verkäuferdarlehen überbrücken oft die Finanzierungslücke zwischen Bankdarlehen und Kaufpreis und signalisieren gleichzeitig das Vertrauen des Verkäufers in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Earn-Out-Regelungen verknüpfen einen Teil des Kaufpreises mit der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens, was Risiken für den Käufer reduziert und Anreize für eine erfolgreiche Übergabe schafft.

Kombinationen mit stillen Beteiligungen ermöglichen es dem Verkäufer, am zukünftigen Erfolg zu partizipieren, ohne operative Verantwortung zu tragen. Diese Modelle sind besonders sinnvoll bei Unternehmen mit großem Wachstumspotenzial oder wenn der Verkäufer über wertvolles Know-how oder wichtige Kundenbeziehungen verfügt.

Der Übernahmeprozess: Von der Suche bis zum Abschluss

Der Prozess einer Unternehmensübernahme in der Medien- und Marketingbranche folgt einem strukturierten Ablauf, der durch branchenspezifische Aspekte geprägt ist:

Die Suche nach dem passenden Unternehmen

Die gezielte Suche nach geeigneten Übernahmekandidaten erfordert Branchenkenntnis und methodisches Vorgehen:

Spezialisierte M&A-Berater mit Branchenerfahrung können den Suchprozess effizient gestalten und haben oft Zugang zu nicht öffentlich angebotenen Unternehmen. Branchenplattformen und -netzwerke wie Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA, BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) oder Medienverbände bieten Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit verkaufsbereiten Unternehmern.

Die direkte Ansprache von Unternehmen, die zum eigenen Profil passen, kann ebenfalls erfolgversprechend sein, da viele Inhaber sich zwar mit dem Thema Nachfolge beschäftigen, aber noch keine aktiven Verkaufsaktivitäten eingeleitet haben. Die Definition eines klaren Anforderungsprofils hinsichtlich Unternehmensgröße, Spezialisierung, Region und Budgetrahmen fokussiert die Suche und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit.

Erste Kontaktaufnahme und Informationsaustausch

Nach der Identifikation potenzieller Übernahmekandidaten folgt die Phase der ersten Kontaktaufnahme:

Eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) schützt sensible Informationen beider Seiten und schafft die Basis für offene Gespräche. Dies ist in der Medien- und Marketingbranche besonders wichtig, da Kundeninformationen, Kreativstrategien und Geschäftsmodelle hochsensible Informationen darstellen. Das Kennenlernen des Verkäufers und die Erkundung seiner Motive und Erwartungen sind entscheidend für eine erfolgreiche Transaktion.

Die Erstellung einer ersten indikativen Bewertung auf Basis der verfügbaren Informationen gibt einen ersten Anhaltspunkt für die Preisfindung und die weitere Verhandlungsstrategie. Die Analyse der strategischen Passung zwischen Käufer und Verkäufer ist besonders wichtig – stimmen die Unternehmenskulturen, Kompetenzen und Zukunftsvisionen überein?

Verhandlung und Due Diligence

Die Verhandlungsphase umfasst sowohl die kommerzielle als auch die strukturelle Gestaltung der Transaktion:

Die Verhandlung des Kaufpreises und der Zahlungsmodalitäten sollte auf einer soliden Bewertungsbasis erfolgen. In der Medien- und Marketingbranche sind EBITDA-Multiplikatoren zwischen 4 und 8 üblich, abhängig von Spezialisierungsgrad, digitaler Kompetenz und Kundenstamm.

Die bereits beschriebene umfassende Due Diligence deckt finanzielle, rechtliche, operationale und personelle Aspekte ab und sollte durch spezialisierte Berater mit Branchenkenntnis unterstützt werden. Die Ergebnisse fließen in die Kaufvertragsgestaltung ein, besonders in Form von Garantien, Freistellungen und Anpassungsmechanismen für den Kaufpreis.

Post-Merger-Integration und Zukunftsgestaltung

Die erfolgreiche Integration des übernommenen Medien- oder Marketingunternehmens und seine Weiterentwicklung erfordern eine strukturierte Herangehensweise:

Die Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern sollte sorgfältig geplant werden, um Kontinuität zu gewährleisten und Unsicherheiten zu minimieren. Besonders in der kreativen Branche ist eine sensible Kommunikation wichtig, um Talente zu halten und Kunden zu beruhigen.

Die Integration von Teams, Prozessen und Systemen sollte schrittweise erfolgen, wobei bewährte Stärken des übernommenen Unternehmens erhalten bleiben sollten. Die Identifikation und Realisierung von Synergien und Wachstumspotenzialen sollte strukturiert erfolgen, sei es durch Cross-Selling, Kompetenzergänzung oder operative Effizienzsteigerung.

Nennenswerte Transaktionen

Die Konsolidierung in der Medien- und Marketingbranche spiegelt sich in zahlreichen Transaktionen wider:

  • 05.06.2024 – Die Immobilien Magazin Verlag GmbH, ein österreichischer Verlag für Immobilienfachzeitschriften, kauft die Bellevue Media Gmbh, ein deutschsprachiger Herausgeber eines Immobilienmagazins.
  • 26.02.2024 – Die Boksi.com Solutions Oy, ein finnisches Vermarktungsunternehmen mit Fokus auf Software-getriebenes Influencermarketing, kauft die influencer Gmbh, eine Influencer Marketingagentur.
  • 23.02.2024 – Die Acun Medya, ein türkischer Medienkonzern, kauft die SPORT1 GmbH, eine führende Multichannel-Sportplattform.
  • 17.01.2024 – Die Mediahuis NV, eine belgische Kommunikationsmittelkette mit Fokus auf Zeitungs- und Zeitschriftenverlags-, Vertriebs-, Druck-, Fernseh-, Radio- und Online-Medienunternehmen, kauft die Medienhaus Aachen GmbH, ein Zeitungsverlag.
  • 15.12.2023 – Die Bertelsmann SE & Co. KGaA, ein deutsches Medienunternehmen, kauft die RTL Group SA, ein europäischer Unterhaltungskonzern.
  • 03.07.2023 – Die Publicis Groupe SA, ein internationaler Kommunikationskonzern, kauft die Corra Technology, Inc., eine E-Commerce-Agentur mit Fokus auf die Implementierung und Optimierung von Digitalplattformen.

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