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Unternehmensverkauf: Warum die Familie eine Schlüsselrolle spielt

7 min Lesezeit

Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen eine Phase der Besinnung, der Reflexion über die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Und was könnte wichtiger sein als die Familie? Gerade wenn es um so weitreichende Entscheidungen wie einen Unternehmensverkauf oder die Regelung der Nachfolge geht, spielen familiäre Bande eine zentrale Rolle. Dieser Artikel beleuchtet, warum der Rückhalt durch Partnerinnen und Partner, Kinder oder Eltern in solchen Situationen so wertvoll ist – und was es zu beachten gilt, damit alle Beteiligten gut durch den Prozess kommen.

Emotio­naler Rückhalt in tur­bulen Zeiten

Ein Unternehmensverkauf ist selten eine rein rationale Angelegenheit. Oft hängt viel Herzblut an der Firma, die man möglicherweise über Jahrzehnte aufgebaut hat. Da ist es nur natürlich, wenn auch Ängste und Zweifel aufkommen:

  • Ist es wirklich der richtige Zeitpunkt für einen Verkauf?
  • Wie geht es mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter?
  • Und was mache ich selbst, wenn ich plötzlich nicht mehr jeden Tag ins Büro gehe?

In solchen Momenten ist es unglaublich wichtig, dass die engsten Vertrauten einem den Rücken stärken. Ein offenes Ohr, ermutigende Worte, eine Umarmung im richtigen Augenblick – all das sind kleine Gesten, die Berge versetzen können. Die Familie gibt Kraft, sie erdet und erinnert daran, dass es ein Leben jenseits des Geschäfts gibt.

Gemein­sam Pläne schmie­den: Wie soll es weiter­gehen?

Mindestens genauso wertvoll ist es, wenn die Familie aktiv in die Zukunftsplanung eingebunden wird. Ein Unternehmensverkauf verändert schließlich nicht nur das Leben des Inhabers oder der Inhaberin, sondern betrifft alle Angehörigen. Umso wichtiger ist es, dass jeder die Gelegenheit bekommt, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Fragen, die man gemeinsam diskutieren sollte, sind zum Beispiel:

  • Welche finanziellen Ziele haben wir? Geht es primär um Absicherung oder auch um die Erfüllung lang gehegter Träume?
  • Wie viel Zeit wollen wir in Zukunft miteinander verbringen? Gibt es Pläne für längere Reisen oder gemeinsame Projekte?
  • Wer übernimmt welche Rolle, wenn es darum geht, das Vermögen zu verwalten und sinnvoll einzusetzen?

Wenn die ganze Familie an einem Strang zieht und jeder das Gefühl hat, gehört zu werden, lassen sich auch herausfordernde Übergangsphasen meistern. Ein moderiertes Familiengespräch kann oft schon viel bewirken und mögliche Reibungspunkte entschärfen, bevor sie zu echten Konflikten werden.

Unternehmensverkauf: Warum die Familie eine Schlüsselrolle spielt

Externe Ex­perten als Media­tor und Rat­geber

Dennoch lässt es sich nicht immer vermeiden, dass im Laufe des Verkaufsprozesses auch unterschiedliche Vorstellungen und Interessen aufeinandertreffen. Gerade bei Familienunternehmen, wo mehrere Generationen involviert sind, kann es schnell emotional werden. Umso wichtiger ist es dann, dass eine neutrale Instanz als Vermittler zur Verfügung steht.

Erfahrene Transaktionsberater oder spezialisierte Coaches können hier wertvolle Dienste leisten. Sie moderieren schwierige Gespräche, zeigen Kompromisslinien auf und erinnern alle Beteiligten immer wieder an die gemeinsamen Ziele. Zugleich stellen sie mit ihrem Fachwissen sicher, dass zentrale Themen wie Kaufpreisermittlung, Vertragsgestaltung oder steuerliche Fragen nicht zu kurz kommen.

Die Nach­folge kon­sequent und em­pa­tisch regeln

Eine besondere Herausforderung stellt sich, wenn im Zuge des Verkaufsprozesses auch die Nachfolge geregelt werden muss. Nicht immer ist die jüngere Generation bereit oder in der Lage, das Lebenswerk der Eltern fortzuführen. Umgekehrt fällt es vielen Patriarchen oder Matriarchinnen schwer loszulassen, selbst wenn die Nachkommen schon in den Startlöchern stehen.

Gerade an Weihnachten, wenn die Familie zusammenkommt, bietet sich die Chance, offen über solche Themen zu sprechen, Wünsche und Ängste anzuhören und gemeinsam Lösungen zu finden. Vielleicht lässt sich die Übergabe schrittweise gestalten, um beiden Seiten Sicherheit zu geben. Oder es zeigen sich ganz neue Perspektiven, wenn man den Horizont weitet.

Eventuell gibt es ja Familienmitglieder, die zwar nicht direkt ins operative Geschäft einsteigen, aber auf andere Weise eine wichtige Rolle spielen möchten, zum Beispiel als Beirat oder stille Gesellschafter. Wenn es gelingt, unterschiedliche Kompetenzen und Interessen unter einen Hut zu bringen, kann eine solche Nachfolgelösung zum Gewinn für alle werden.

Mit Zu­versicht und Dan­kbar­keit in die Zukunft

Egal wie man es dreht und wendet: Ein Unternehmensverkauf oder die Übergabe an die nächste Generation markiert immer einen tiefen Einschnitt. Umso wichtiger ist es, sich klarzumachen, was man an der Familie hat. In Zeiten des Wandels bietet sie emotionalen Rückhalt, Geborgenheit und Orientierung.

Wer das Glück hat, diese Form der Unterstützung zu erfahren, kann viel gelassener nach vorn schauen. Statt Wehmut oder Ängsten Raum zu geben, treten Zuversicht und Dankbarkeit in den Vordergrund. Der Unternehmensverkauf wird dann nicht als Ende, sondern als Chance und Neubeginn wahrgenommen.

An Weihnachten, wenn die Familie zusammenkommt, lässt sich diese positive Haltung oft ganz besonders spüren. Gerade wenn ein intensives Jahr zu Ende geht, tut es gut, einen Moment innezuhalten, sich ins Gedächtnis zu rufen, was alles erreicht wurde, und sich gemeinsam auf die Dinge zu freuen, die jetzt möglich werden. Das können kleine Vorhaben sein, aber auch der Beginn eines ganz neuen Lebensabschnitts.

Wer als Unternehmerin oder Unternehmer diesen Weg geht, weiß die Familie als Kraftquelle und Kompass an seiner Seite. Mit diesem Wissen lassen sich auch turbulente Zeiten meistern und neue Ufer erreichen. An Weihnachten, im Kreis der Liebsten, können wir die Weichen dafür stellen.

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Über den Autor

Artur Morozas

Artur Morozas

Co-Founder & CEO

Für Artur, Geschäftsführer von viaductus, ist die Nachfolge im deutschen Mittelstand ein Herzensthema. Nach seinem Studium an der Technischen Unversität München gründete er viaductus, um Unternehmen und Unternehmer zu unterstützen, erfolgreich den Übergang in die nächste Generation zu ermöglichen.

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